Einsatzberichte - Aktuelles - FFW Tuchtfeld

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Ein Tag der alles verändert, 03.09.2017

Herausgegeben von Marcus Schneeberg in Einsatzberichte · 8/12/2017 16:43:00
Der 03.09.2017 hat mein eigenes und das Leben meiner Familie von Grund auf verändert. Ein Feuer hat unser Zuhause und damit auch alles, was uns am Herzen lag, vernichtet. Auch unsere Hündin Penny, ein Jack-Russel/Chihuahua Mix, wurde uns an diesem Tage genommen. Aber erhalten haben wir eine Welle aus Hilfsbereitschaft die wir in diesem Ausmaß niemals erwartet hätten. Nachdem nun etwas Zeit vergangen ist, möchte ich von diesem Tage und von der Zeit danach berichten.

Einen der wenigen schönen Tage in diesem Jahr versprachen die ersten Sonnenstrahlen an diesem Sonntagmorgen. Wie so oft, wenn das Wetter dies zuließ, Frühstückten wir zusammen auf der Terrasse. Penny wuselte unter dem Tisch hin und her, immer in der Hoffnung, dass eines der Kinder etwas von seinem Frühstück unter den Tisch fallen lassen würde. Nur selten wurde sie enttäuscht. Meine Frau hatte gelesen, dass heute auf dem Flugplatz bei Bisperode ein Flugplatzfest stattfinden würde und schnell war klar, dass es gemeinsam dahin gehen sollte. Unsere Große wollte zuerst lieber zuhause bleiben doch nach kurzer Überzeugungsarbeit wollte sie dann schließlich doch mit. Aber was macht man mit dem Hund? Der ganze Trubel auf so einer Veranstaltung ist für einen so kleinen Vierbeiner mehr Stress als unbedingt nötig, außerdem war Penny es gewohnt, einige Stunden allein zu bleiben. Sie hatte dabei meist das ganze Haus für sich und konnte dorthin, wo sie wollte. Meistens hat sie es sich dann auf einem der Betten gemütlich gemacht und die meiste Zeit geschlafen. Nachdem wir alle Kinder fertig hatten, was bei 4 Kindern nicht immer ganz so einfach ist, kamen wir dann gegen 12:30 Uhr endlich los. Uns war klar, dass die Fahrt an diesem Tage etwas länger dauern könnte, da ein Radrennen durch´s Weserbergland führte und wir auf dem Weg nach Bisperode die Streckenführung kreuzen mussten, aber so weit kamen wir erstmal gar nicht. Ein Unfall zwischen Halle und Wegensen versperrte den Weg. Wir wollten uns mit meinem Schwager und seinen beiden Söhnen in Bisperode treffen und da er ziemlich sicher denselben Weg nehmen würde, schrieb ihm meine Frau und riet ihm, einen anderen Weg zu nehmen. Zum Glück konnten wir unseren Weg nach wenigen Minuten fortsetzen, da die Polizei die Straße einseitig wieder freigab. Unsere ursprüngliche Befürchtung, dass uns das Radrennen den Weg versperren würde, bewahrheitete sich zum Glück nicht. Ziemlich genau um 13:00 Uhr müssen wir den Parkplatz am Flugplatz erreicht haben und machten uns auf den Weg zum Eingang. Alle Zeichen standen auf einen schönen Familiennachmittag an diesem Spätsommer-Sonntag.

Doch dann änderte sich alles
Natürlich hatte ich meinen Melder wie immer mit dabei. Als dieser sich um 13:03 Uhr lautstark zu Wort meldete, war mein erster Gedanke: „Verdammt, muss das jetzt sein?“ Ich wusste, dass in den nächsten Tagen eine Übung stattfinden sollte und schaute leicht genervt, auf die Meldung. „Feuer Dachstuhl, An der Linde, Tuchtfeld….“ Leicht irritiert schaute ich meine Frau an und fragte sie, ob sie und die Kinder hier bleiben wollen und ich sie später dann wieder abholen solle, doch bevor sie antworten konnte klingelte auch schon mein Telefon. Mein Nachbar. Wollte er mir jetzt sagen, dass die Sirene ging? Sollte bei ihm irgendwas sein? Ich nahm ab, doch die Verbindung kam nicht zustande. Wie das mit dem Handynetz auf dem Lande halt manchmal so ist… Also rief ich zurück. Kein Guten Tag oder Hallo. „Alter, komm nach Hause, deine Hütte brennt!“ Ich sah meine Frau an und wurde vermutlich kreidebleich. Ich weiß es nicht mehr ganz sicher, vermutlich hat mir der Schreck die Erinnerung etwas verwischt. Aber ich glaube wir tauschten uns noch kurz darüber aus, dass niemand mehr im Haus war, außer dem Hund. Penny war noch im Haus…

Wie lang sich ein vermeintlich kurzer Weg anfühlen kann…
Ich weiß nicht mehr genau, was ich zu meiner Familie sagte, aber Sekunden später rannten alle 6 wie gestochen über den Acker, der hier als Parkplatz diente. Keine Ahnung, was die Menschen gedacht haben müssen, die uns dabei sahen, aber es hatte sicherlich mit fehlenden Tassen in irgendwelchen Schränken zu tun.

Nerven behalten, bestimmt halb so wild…
Nun versuche mal einer, mit dieser Information im Nacken, nicht wie ein Henker zu fahren. Es geht. Zumindest dann, wenn man alle Menschen, die man liebt, im Auto sitzen hat. Natürlich hätte ich am liebsten wie bescheuert auf das Gaspedal getreten, aber ich konnte mich zusammen nehmen. Die meisten der Kinder waren vor Angst um den Hund und unser Haus am Weinen und kaum in der Lage einen halbwegs verständlichen Satz heraus zu bringen. Meine Frau und ich versuchten sie, aber auch uns selbst, damit zu beruhigen, dass ja alles gar nicht so schlimm sein müsse und die Feuerwehr ja auch schon unterwegs und jetzt ja fast schon da sein müsse. Und die ja auch Bescheid wüssten, dass Penny noch zu Hause sei und sie Penny sicher herausholen würden. „Vielleicht ja nur ein bisschen lüften, neue Tapete, etwas Farbe…“ Das war so die Hoffnung die sich bei mir einbrannte.

„Fahr langsam, da ist nichts mehr zu holen…“
Wenn man von Bisperode in Richtung Halle fährt, gibt es einen kurzen Moment, in dem man bis nach Tuchtfeld schauen kann. Es muss kurz vor Harderode gewesen sein, als sich unsere Hoffnungen zerschlugen. „Ist das unser´s?“ Fragte meine Frau und ich schaute nach rechts, „ja, das ist es“ war meine Antwort. „Dann fahr ruhig langsamer, da ist eh nichts mehr zu holen…“ War ihre Antwort darauf. Eine Dicke Rauchwolke war über Tuchtfeld zu sehen. Eine Rauchwolke die verriet, hier brennt nicht nur eine Mülltonne oder eine Gardine. Hier brannte sogar mehr als nur ein Zimmer. Hier brannte es richtig! Tatsächlich nahm ich den Fuß etwas vom Gas. Wollte ich mir das wirklich aus der Nähe anschauen?
Die Kinder hatten da geteilte Meinungen. Während der eine am liebsten schon in Bremke ausgestiegen wäre, wollte sich der andere das Ganze von nahem ansehen. Wir fuhren aber zusammen bis nach Tuchtfeld. Die meisten gingen gleich zu Oma in den Garten. Ich ging zur Einsatzstelle, den Einsatzleiter, meinen Ortsbrandmeister suchen. Vielleicht konnte ich ja helfen, wichtige Informationen liefern oder etwas über den Hund in Erfahrung bringen. Mir war aber klar: „Hier hast du heute nichts in Einsatzkleidung verloren!“ Nachdem ich mich mit dem Einsatzleiter und der Polizei kurz abgestimmt hatte, lief ich wie in Trance um unser zu Hause. Immer mehr Einsatzfahrzeuge kamen in´s Dorf gefahren, immer mehr Kameraden kamen, um mein Haus zu retten. Meine Tuchtfelder Kameraden, die als erstes vor Ort waren, konnten zum Glück ein Übergreifen der Flammen auf das Nachbarhaus meiner Schwiegermutter, welches nur knapp 3 Meter zu unserem entfernt steht verhindern. Vermutlich wären 2 Häuser zu löschen gewesen, wenn sie nicht gewesen wären. Nur die wenigsten der auswärtigen Feuerwehrkameraden wussten in diesem Moment schon, wer zu diesem Haus gehörte. Als der Einsatzleitwagen aus Bodenwerder in´s Dorf gefahren kam, meinte ein Kamerad „Marcus, gehst du mit auf´s ELW?“ Seit einiger Zeit unterstütze ich das Team vom Einsatzleitwagen aus Bodenwerder und normalerweise wäre das auch mein Ziel gewesen, aber nicht an diesem Tage. „Ja. Aber ich fasse da nichts an, das ist mein Haus.“ Selten habe ich einen derart schockierten Blick gesehen. „Das wusste ich nicht“ Klar, woher auch… Die Umarmung des Kameraden die auf diese kurze Unterhaltung folgte, war nur die erste, aber sie gab mir unglaublich viel Kraft, Kraft diesen Tag, diesen Anblick zu überstehen. Immer wieder kamen danach Kameraden, die es mitbekamen, auf mich zu und nahmen mich in den Arm um mich zu trösten. Zwischenzeitlich war es dann mal gelungen, die Flammen weitestgehend einzudämmen, allerdings sah das wohl nur von außen so aus. Wo zuvor nur noch leichte Rauchschwaden aus dem Dach kamen, loderten dann wieder Flammen aus den Ziegeln. Es zerreißt einem das Herz, wenn man zusehen muss, wie zwei Hubrettungsfahrzeuge, der Gelenkmast aus Stadtoldendorf und die Drehleiter aus Bodenwerder, das Dach unter dem man Jahrelang gelebt hat, abreißen um an die Flammen heran zu kommen. Zu Guter Letzt wurde schließlich ein Schaumteppich über den nun offenen Dachboden gelegt um dem Feuer endgültig den Garaus zu machen.
Gegen Abend wurde dann das ganze Ausmaß erst so richtig sichtbar. Von der Küche bis hoch auf den Dachboden hatte sich das Feuer gefressen. Das Dach vollständig abgedeckt, große Teile der darunter liegenden Dachkonstruktion vollständig weg gebrannt. Die Treppe ebenfalls vollständig verbrannt. Die Reste lagen auf den verkohlten Metallwürfeln, die mal Gefrierschrank und Kühlschrank waren. Die Wand- und Deckenverkleidungen alle samt runter gekommen und in dicken Schuttschichten auf dem Boden. Sämtliche Fenster entweder geplatzt oder von den Kameraden eingeschlagen um an das Feuer heran zu kommen. Alles was uns blieb war das, was mit uns im Auto gewesen war. 
Während des ganzen Einsatzes geisterten uns natürlich auch Fragen durch den Kopf, für die wir uns auch in diesem schrecklichen Moment bereits Zeit nehmen mussten. Wo bleiben wir heute Nacht, wo die nächsten Wochen. Wir waren sehr erleichtert, als Dagmar und Burghard, unsere Nachbarn sich anboten uns die ersten Tage auf zu nehmen. Aber auch die Samtgemeindebürgermeisterin, Frau Warnecke, die viele Stunden an der Einsatzstelle verbrachte, bot Hilfe seitens der Samtgemeinde an.
Für Dominik, unseren ältesten Sohn, sollte es am nächsten Morgen auf Klassenfahrt gehen. Die Fertig gepackten Taschen standen nun durchzogen von Rauch und Löschmittel, vielleicht sogar verbrannt in diesem Haus. So oder so kamen wir nicht heran, also was sollten wir tun? Meine Frau schrieb einen kurzen Text die WhatsApp-Gruppe der Klasse. Was dann geschah, wie sich die Eltern und Klassenkameraden einsetzten, war phantastisch. Jeder kramte aus dem Schrank, was er entbehren konnte und jemand fuhr herum und sammelte das alles ein. Um 18:00 Uhr schon konnte Dominik eine Tasche entgegen nehmen, in der alles war, was er für diese Woche brauchen würde. Und am nächsten Morgen, vor der Abfahrt kamen noch reichlich Leckereien für das Futterpaket für unterwegs dazu. Sicherlich hätten wir ihn auch zu Hause behalten können, aber die Ablenkung tat ihm gut und wir hatten etwas mehr Beinfreiheit um uns in den nächsten Tagen um alles Notwendige kümmern zu können.
In der Nacht war natürlich an Schlaf nicht wirklich zu denken. Während sich meine Frau schlaflos bei unseren Nachbarn hin und her wälzte, entschied ich mich, meine Kameraden zumindest bei der Brandwache in der Nacht zu unterstützen. Kleinere Nachlöscharbeiten natürlich inclusive. Morgens musste ich dann schließlich doch noch einmal alle aus den Betten Klingeln lassen. Der Rauch auf dem Dachboden, der die gesamte Nacht über vor sich hin waberte, wurde stärker und kleine Flammen loderten wieder auf. So mussten dann auch die Kameraden aus Halle erneut zum Löschen anrücken. Dafür gab es dann aber auch gleich einen frischen Kaffee von meiner Schwiegermutter Krimhild zum wach werden.
Meine Frau brachte Dominik zu seiner Klassenfahrt und die Mädchen zur Schule. David musste den Bus nehmen. Bewaffnet mit Kugelschreiber und Block, mehr war halt grade nicht mehr da, gingen 3 unserer Kinder in die Schule. Bei ihren Anrufen und Gesprächen in den Schulen boten diese auch gleich ihre Hilfe an, die wir auch gerne in Anspruch nahmen. Die KGS in Salzhemmendorf hat sich um alle Belange gekümmert, die die Schule betrafen. Bücher, Ranzen, Stifte, Busfahrkarten… Alles wurde von dort aus geregelt. Auch die Grundschule Eschershausen zeigte sich äußerst hilfsbereit. Selbst die Mitschüler halfen wo sie nur konnten um den Alltag unserer Kinder so schnell wie möglich wieder in halbwegs normale Bahnen zu bringen.
In den sozialen Netzwerken war das Ereignis natürlich auch schon längst angekommen. Von überall kamen Angebote für Sachspenden. Schon am Montagabend, kaum 24 Stunden nach dem Brand, hatten alle Kinder wieder das nötigste. In den Tagen danach mussten wir die Spendenbereitschaft aber mit schweren Herzen erst einmal bremsen. Wir hatten schlicht keinen Platz mehr. Für all die Sachspenden, wollen wir uns ganz herzlich bedanken. Wir hätten nie mit dieser großen Hilfsbereitschaft gerechnet. Aber wir wollen uns auch bei denen bedanken und auch entschuldigen, deren Angebote wir ausschlagen mussten. Alles in doppelt- und dreifacher Ausführung zu haben macht leider auch keinen Sinn.
Frau Warnecke hatte uns für den Montag bereits zu einem Gespräch eingeladen, in dem auch die Hilfeangebote der Samtgemeinde genauer besprochen wurden. Das darauf hin eingerichtete Spendenkonto hatte großen Anteil daran, dass wir heute schon wieder auf einen vollständigen Hausstand blicken können. Wir danken allen Spendern an dieser Stelle von tiefstem Herzen, aber natürlich auch der Samtgemeinde, die dies durch ihr Engagement und Ihren Spendenaufruf erst ins Rollen gebracht hat. Auch den vielen Menschen, die den Aufruf in den sozialen Netzwerken geteilt und verbreitet haben möchten wir danken.
Was blieb, war die Suche nach einer geeigneten Bleibe. Mit 6 Personen kommen 3 ZKB ja nun mal nicht in Betracht. Erschwerend kommt der Zeitdruck hinzu. Mal will sich ja nicht über Wochen bei Freunden und Bekannten einrichten, obwohl diese nie einen Zweifel an ihrer Gastfreundschaft ließen. Angebote kamen mehrere, aber unser Ziel war, dass die Kinder weiterhin ihre Schulen besuchen können und finanziell sollte das neue Zuhause ja auch machbar sein.
Nach einigen weniger erfolgreichen Gesprächen und Besichtigungen wurden wir schließlich auf unser jetziges zu Hause aufmerksam. Auch wenn der Vermieter zunächst etwas überzogene Vorstellungen davon hatte, was man hier so an Miete nehmen kann, wurden wir uns schließlich doch einig. Endlich konnte es so richtig losgehen. Wir aktivierten zahlreiche angebotene Möbelspenden, Renovierten und konnten schon nach wenigen Tagen die erste Nacht gemeinsam in unserem Zuhause verbringen. Unser Dank geht hier an unsere „fleißigen Bienchen“, die zum Teil sogar noch nach ihrer Nachtschicht zu uns zum Helfen kamen und ganz gewaltig dazu beigetragen haben, dass alles so schnell ging. Vielen, vielen Dank dafür!
Was nun die eigentliche Brandursache war, kann die Polizei leider immer noch nicht mit Sicherheit sagen. Sicher ist, dass es in der Küche ausgebrochen ist und am wahrscheinlichsten ist ein Kurzschluss der Auslöser gewesen.
 Aber was die einen alles Fragen… Am Montag nach dem Brand kam ein Team aus 2 Beamten um sich das ganze Dilemma anzusehen. Ein recht lustiges Bild, ein Beamter mit Gummistiefeln und E-Zigarette, der durch die Knietiefen Trümmer der ehemaligen Küche stapfte und einer mit Klemmbrett, der vor der Tür mit Helm stand. Es ging dann darum, welche Geräte in der Küche waren und wo sie überall eingesteckt waren. Das wieder zusammen zu bekommen ist wirklich schwerer als man sich das im ersten Moment vorstellt. Als der eine dann aber ein Stück Metall aus den Trümmern zog und meinte er hätte da die Heißplatte von einem Popcorn-Maker, schauten meine Frau und ich uns verdutzt an. Wir haben nie einen Popcorn-Maker besessen… Zudem konnten wir uns nicht erklären, wo das Popcorn auf den Resten des Herdes her kam. Es vergingen einige Minuten bis uns die Erleuchtung kam. Wir hatten dieses Popcorn für die Mikrowelle im Hängeschrank über dem Herd gehabt. Durch die Hitze war dieses dann natürlich aufgepoppt. Aber woher kam diese Heizplatte? Der Eierkocher war die Antwort. Dieser stand noch eingepackt auf dem Herd. Der war am Samstag erst mit der Post gekommen und war noch nicht ein einziges mal gebraucht, ja noch nicht einmal ausgepackt worden.

Einen Lichtblick, fast ein kleines Wunder, gab es dann aber auch noch.  Meine Frau und ich tragen unsere Eheringe nicht. Diese lagen immer im Wohnzimmer in einer Vitrine, dahinter standen die Taufkerzen der Kinder und meiner Frau. Als wir nach Wochen das erste mal wieder in das Haus hinein gingen, hing das Brett, auf dem das alles lag schief in der Vitrine. Alles war herab gerutscht und lag nun in den Trümmern und Schutt am Boden. Aber auf dem Brett, festgehalten von dem geschmolzenen und wieder fest gewordenen Wachs der Taufkerzen, lagen diese beiden Ringe. Wäre das Wachs nicht gewesen und die Ringe in den Brandschutt am Boden gefallen, wäre es vermutlich die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen geworden.
Wie es nun weiter geht steht leider noch immer nicht ganz fest. Über Winter ist das Haus erstmal mit Bauzäunen abgesperrt. Vermutlich werden wir im Frühjahr damit beginnen in Eigenleistung alles Stück für Stück abzureißen. Ein Wiederaufbau kommt für uns jedenfalls nicht in Frage. Wir sind nun alle froh und dankbar, dass niemandem etwas passiert ist und das alle meine Kameraden gesund aus dem Einsatz nach Hause kehren konnten. Wir sind noch immer fassungslos über die Welle der Hilfsbereitschaft, die uns in den Wochen nach diesem schrecklichen Tag geradezu überrollt hat. Niemals hätten wir damit gerechnet, dass Menschen, die wir vorher nicht kannten, Wagenladungen an Sachspenden bringen würden. Auch wenn ich hier nicht alle einzeln nennen kann, ihr könnt euch sicher sein, dass wir euch allen zutiefst dankbar sind.







Hochwassereinsatz 25.07.2017

Herausgegeben von Marcus Schneeberg in Einsatzberichte · 26/7/2017 18:26:00
Nach dem starken Dauerregen vom 24. und 25.07. wurden auch auch wir am Dienstag Abend um 19:40 Uhr mit dem Stichwort "Unwetter" zum Einsatz gerufen. Zahlreiche Wehren waren zu diesem Zeitpunkt bereits seit Stunden im Einsatz und kämften gegen die Wassermassen, die die Lenne führte.
Alarmiert wurden wir zum Bauhof in Linse von wo aus wir jedoch bereits nach wenigen Minuten durch die Einsatzleitung nach Kirchbrak zur Unterstützung der dort tätigen Wehren weiter geschickt wurden.
Dort unterstützten wir die Kameraden beim Kampf gegen das Wasser mit insgesamt 10 eigenen Kameraden bis 0:25 Uhr am Mittwoch Morgen.



TH-Einsatz: Straße verschlammt

Herausgegeben von in Einsatzberichte · 30/5/2017 16:30:00
30.05.2017, 16:55
Nach einem sinnflutartigen Gewitterschauer waren die Wehren der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle stundelang im Einsatz, um die Folgen zu beseitigen. 
Um 16:55 Uhr wurde auch die Großschleife Tuchtfeld ausgelöst. Wir unterstutzten die Ortsfeuerwehr Hunzen zusmmen mit der Ortsfeuerwehr Halle bei der Beseitigung der Schlammmassen im Ziegeleiweg. Regenwasser hatte Schlamm und Geröll auf seinem Weg mitgerissen und die Straße unpassierbar gemacht.
Nach ca. 2 Stunden konnte der Einsatz beendet werden und die Einsatzkräfte rückten wieder ein.



Alarmübung 22.07.2016 Feuer Scheune

Herausgegeben von Marcus Schneeberg in Einsatzberichte · 23/7/2016 02:03:00

Um 21:45 erreichte uns das Einsatzstichwort Feuer Scheune. Schnell war klar, dass es sich um eine Alarmübung auf einem Bauernhof handelte. 
Ebenso war aber sehr schnell klar, dass wir die vorliegende Lage nicht mit den bereits zur Verfügung stehenden Kräften abarbeiten konntesn und alarmierten dementsprechend nach. 
Der Angriff wurde aus 2 Richtungen ausgeführt, sodaß 2 Abschnitte gebildet wurden, Tanklöschfahrzeuge aus der gesamten Samtgemeinde Bodenwerder-Polle und Teilen von Eschershausen wurden zur Sicherstellung der Wasserversorgung hinzu gezogen und im Pendelverkehr in Hunzen wieder gefüllt. 
Gegen ca. 23:00 Uhr kam die Meldung "Feuer aus" von der Einsatzleitung. Die Abschließenden Worte vom Samtgemeindebrandmeister Andreas Damrau sowie seinem Stellvertereter und Ortsbrandmeister Thomas Schulze lobten die trotz der Tageszeit hohe Zahl der Freiwilligen sowie die professionelle Arbeit.
Die Nachbesprechung für alle beteiligten Gruppenführer findet am 01.08.2016 um 19:00 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Tuchtfeld statt.




Feuer Wohnung: Kirchbrak Heinrichshagen, Wohnungsbrand

Herausgegeben von Marcus Schneeberg in Einsatzberichte · 5/10/2015 17:07:00

Feuer Wohnung: Kirchbrak Heinrichshagen, Wohnungsbrand. 
So lautete der Alarmtext am Freitag den 02.10.2015 um 18:23.
Nach kurzer Zeit vor Ort wurde jedoch klar, dass es sich um eine Übung des Stützpunktes Kirchbrack handelt.
Da sich die Wasserversorgung am Einsatzort schwierig gestaltet, war es unser Auftrag, die Löschwasserversogung aus einem Nahegelegenen Pool sicher zu stellen. Dieser wurde duch die Tankfahrzeuge im Pendelverkehr immer wieder nachgefüllt. Unser geplanter Dienst, der um 19:30 Uhr beginnen sollte, ist dieser Übung dann leider zum Opfer gefallen.



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